Zukunftskongress

IG BCE nimmt „Perspektiven 2030+“ in den Blick

So viel ist sicher: Die Zukunft wird anspruchsvoll. Ein Blick auf die vielen Herausforderungen, vor denen die IG BCE und ihre Branchen bereits heute stehen, lässt erahnen, worauf sich die IG BCE Morgen einstellen muss: Klimawende, industrielle Transformation, Digitalisierung, schärfer werdender internationaler Wettbewerb, tiefgreifender gesellschaftlicher Wandel - das sind nur einige Megatrends, die in der Zukunft weiter an Fahrt aufnehmen dürften: Und es sind Entwicklungen, auf die es sich frühzeitig einzustellen gilt, damit die IG BCE ihre gesellschaftlich und politische Gestaltungskraft auch zukünftig für ihre mehr als 600.000 Mitglieder erfolgreich ausüben kann.

Foto:

Elephantlogic

Wie werden sich diese Entwicklungen in der kommenden Dekade auf die Welt, auf Deutschland, auf unsere Gesellschaft und unsere Branchen auswirken? Wie kann Gewerkschaftsarbeit unter schwieriger werdenden gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen auch zukünftig erfolgreich gestaltet werden? Und: Wie kann die IG BCE heute passende Werkzeuge für die Herausforderungen von Morgen entwickeln? Diese Fragen stehen vom 12. November an im Zentrum des Zukunftskongresses der IG BCE im Colosseum Theater in Essen – und werden die IG BCE auch darüber hinaus in den nächsten Monaten intensiv begleiten.

Ausgangspunkt der Zukunftsdebatte sind vier Zukunftsszenarien, die einen plastischen Eindruck davon vermitteln, wie sich die Welt bis zum Jahr 2030 verändern könnte – und damit auch die für die IG BCE relevanten Umfelder und Bezugspunkte. Im Fokus der Szenarien stehen unter anderem mögliche Entwicklungen in unseren Branchen und ihrem globalen wirtschaftlichen Umfeld; die weiteren Perspektiven für Mitbestimmung, Tarifbindung und Sozialpartnerschaft; die Rolle des Staates in der Arbeitswelt, die weitere Entwicklung des Megathemas Nachhaltigkeit - und schließlich die Frage, wie sich unsere Gesellschaft entwickeln wird: hin zu mehr Zusammenhalt - oder zu mehr Vereinzelung?

Mit dem Kongress in Essen gibt die IG BCE den Startschuss für eine breite, organisationsweite Beteiligung am Zukunftsprozess „Perspektiven 2030+“. Die Szenarien sollen im Anschluss in möglichst vielen Betrieben, bei möglichst vielen Mitgliedern, bei Ehren- und Hauptamtlichen eine intensive Diskussion um gute Wege für eine gelingende Zukunft der IG BCE anstoßen - und dazu beitragen, geeignete Strategien und Werkzeuge für die Herausforderungen von Morgen zu entwickeln.

»Der Szenarienprozess ist durchaus detailliert und zeitintensiv – aber das mit voller Absicht«, erläutert der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis das Vorgehen. »Denn uns ist wichtig, dass möglichst viele Engagierte auf allen Ebenen der IG BCE mitgenommen werden, mitdenken, mitdiskutieren. Gern mutig über gewohntes gewerkschaftliches Handeln hinaus.« Wenn eine lebendige, demokratische Organisation wie die IG BCE in herausfordernden Zeiten ihre Zukunft anpacke, bedürfe es ganzer Leidenschaft. »Und die braucht Mut und Gedankenfreiheit!«, betont der IG-BCE-Vorsitzende.

schließen

Übersicht