Rechtsratgeber

Reiserücktrittsversicherung

Die Stornierung einer Reise kann für die Betroffenen richtig teuer werden. Die Reiseveranstalter berechnet dann nämlich meist Stornogebühren - zum Beispiel bis zu 50 Prozent des Reisepreises bei einem Rücktritt in den letzten 15 Tagen vor Urlaubsbeginn.

Deshalb kann es sich auszahlen, wenn man bei Buchung einer Reise eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen hat. Diese springt ein, wenn Kunden durch unvorhersehbare Ereignisse nicht in der Lage sind, den gebuchten Urlaub anzutreten, etwa weil sie selbst oder ein naher Angehöriger schwer erkrankt sind. Die Versicherung übernimmt dann - von einem Selbstbehalt abgesehen - sämtliche Stornokosten.

Die meisten Rücktrittsversicherungen kommen inzwischen auch für die Kosten für eine Reisestornierung „wegen Arbeitsplatzverlust" auf. Wer also unerwartet eine betriebsbedingte Kündigung erhält und deswegen eine gebuchte Reise absagt, bekommt dann die Stornokosten erstattet. Bei einer verhaltensbedingten Kündigung müssen die Versicherungen allerdings nicht zahlen, entschied das Amtsgericht München (Az.: 231 C 1947/07).

Auch wenn der Chef einem Arbeitnehmer den ursprünglich genehmigten Urlaub streicht (was in der Regel durch das Arbeitsrecht nicht gedeckt ist), kommt die Versicherung für die Rücktrittskosten nicht auf.

Einen Überblick über die Leistungen von Reiserücktrittsversicherern gibt die Stiftung Warentest.

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